So überwintert deine Schlange

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Schlangen leben in der Natur nicht immer an einem warmen Ort, vor allem nicht im Winter. In der Tat zögert sie nie, zu überwintern. Das bedeutet, dass sie sich an einem frostfreien Ort versteckt und den größten Teil des Winters schläft. Dadurch sinkt seine Körpertemperatur. In Gefangenschaft ist diese Praxis ratsam und empfehlenswert. Wir erklären dir, warum das so ist.

 

Die Schlange als Haustier

Wenn Menschen an Haustiere denken, kommen ihnen meistens die Adjektive „pelzig“ und „kuschelig“ in den Sinn. Für die Besitzer von Schlangen als Haustiere passen diese Worte jedoch nicht wirklich. Trotzdem sind Schlangen interessante Haustiere und können sogar liebenswert sein – auf ihre eigene Art und Weise.

Die Entscheidung, eine Schlange als Haustier zu halten, sollte nicht leichtfertig getroffen werden. Schlangen können groß werden, viel fressen und brauchen ganz bestimmte Bedingungen, um gesund zu bleiben. Einige Arten können sogar für Menschen gefährlich sein. Ihre Versorgung kann ziemlich teuer sein. Hinzu kommt, dass Schlangen in der Regel eine lange Lebenserwartung haben. Kaufe der Schlange zuliebe keine Schlange, ohne sicher zu sein, dass du bereit bist, diese Verpflichtung einzugehen.

Überwinterung – was ist das?

Überwinterung bedeutet, dass man während der Winterzeit Schutz sucht. Der Begriff ist nicht mit dem Winterschlaf zu verwechseln, der bekannter ist. Während des Winterschlafs befindet sich das Tier in einem lethargischen Zustand. Sein Gehirn funktioniert nicht mehr in vollem Umfang. Im Gegensatz dazu döst ein Tier, das in den Winterschlaf geht, nur vor sich hin. Sein Gehirn ist hellwach und die Schlange kann sich jederzeit bewegen. Außerdem sinkt die Körpertemperatur eines überwinternden Tieres nicht drastisch, während sie bei Tieren, die Winterschlaf halten, unter 0 °C fallen kann.

 

Die Schlange überwintert in der Natur

Die Schlange ist ein ektothermisches Tier. Ihre Körpertemperatur hängt von der gefühlten Temperatur ab. Im Winter, wenn es in manchen Regionen kalt wird, muss sich diese Art vor dem Frost schützen. Sie tritt in die Winterphase ein. Ihre Lebensfunktionen verlangsamen sich, ebenso wie ihr Herzrhythmus. Dadurch sinkt ihr Energieverbrauch, was sie daran hindert, während dieser Zeit, die je nach Breitengrad mehrere Monate dauert, an Gewicht zu verlieren.

Durch das Überwintern verlangsamt sich der Stoffwechsel. Dies wirkt sich positiv auf die Fortpflanzung aus. Wenn die Schlange „aufwacht“, wird sie sich paaren wollen und ihre Fruchtbarkeit wird durch die Überwinterung erhöht.

Was ist mit der Überwinterung in Gefangenschaft?

Die Überwinterung deiner Schlange (z. B. Kornnatter) ist empfehlenswert und ratsam, aber nicht zwingend notwendig. In Gefangenschaft hat deine Schlange optimale Bedingungen im Vergleich zu denen, die sie in der Natur vorfindet. Durch die Regulierung ihres Terrariums gibt es nie einen Winter und damit auch keine Kälteperiode. So hat ihr Stoffwechsel keinen Grund, sich zu verlangsamen. Umgekehrt hat deine Schlange aber auch einen viel größeren Speiseplan als in der Natur. Wo sie manchmal nur vier bis fünf Mäuse pro Jahr frisst, fütterst du sie mit dieser Anzahl in einem einzigen Monat.

Die Überwinterung sorgt also dafür, dass deine Schlange ein wenig an Gewicht verliert. Die Lebensdauer deines Reptils wird sich dadurch verlängern. Wenn du mit der Schlangenzucht beginnst, ist es auch eine gute Methode, um die Paarung im Frühjahr zu fördern.

 

Wie kann ich meine Schlange in Gefangenschaft überwintern?

Der Thermostat in deinem Terrarium dient dazu, die Temperatur zu regulieren. Die meiste Zeit des Jahres wird sie gehalten, während sie für die Überwinterung gesenkt wird. Die Winterruhe sollte ab November beginnen, indem du die Temperatur auf 15 °C bis 18 °C senkst. Du kannst das Terrarium in einen etwas kühleren Raum in deinem Haus verlegen und es vorher mit Futter versorgen.

Lass deine Schlange dann bis Februar oder sogar März in Ruhe, indem du die Temperatur erhöhst. In dieser Zeit solltest du eine etwas kleinere Beute füttern als die, die du vor der Überwinterung geschluckt hast. Ihr langsamer Stoffwechsel braucht eine Weile, bis er wieder in Gang kommt.

Beachte, dass du deine Schlange nicht überwintern solltest, wenn sie krank oder zu jung ist. Junge Schlangen haben es schwerer, mit Nahrungsentzug zurechtzukommen, während sie sich noch im Wachstum befinden.

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Fazit Schlange überwintern

Eine Schlange als Haustier zu halten ist eine Verantwortung, die auch ein Abenteuer sein kann. Wenn du Anfänger bist, solltest du mit einer der leichter zu haltenden Schlangen beginnen. Wenn du ein wenig recherchierst, wirst du herausfinden, dass Haustierschlangenrassen im Allgemeinen danach eingestuft werden, wie schwer sie zu halten sind. Mit der Zeit lernst du die Besonderheiten der Schlangenhaltung kennen und kannst deine Sammlung um einige der exotischeren Arten erweitern.

In der Wildnis überwintert die Schlange jedes Jahr, je nach geographischer Lage zwischen 2 und 4 Monaten. Ihr Stoffwechsel verlangsamt sich, ebenso wie ihre Körpertemperatur. Das verlängert ihre Lebensdauer, hält sie gesund und erhöht ihre Fruchtbarkeit. Aus all diesen guten Gründen ist die Überwinterung einer Schlange in Gefangenschaft für sie von Vorteil. Dies gilt umso mehr, als sie überfüttert wird und daher dazu neigt, größer als normal zu werden. Die Überwinterung bietet ihr eine Art Diät.

 

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